FAQ - Häufig gestellte Fragen

ART-Medien

FertiPro-Medien gibt es mit und ohne Gentamicin.

Wenn Sie selbst Antibiotika hinzufügen möchten, so ist das mit Gentamicin jederzeit möglich. Um die maximale Qualität des Produktes sicherzustellen und das Risiko möglicherweise toxischer Zerfallsprodukte von Penizillin zu vermeiden, sollte Penizillin/Streoptomycin bei Bedarf erst kurz vor dem Benutzen hinzugefügt werden.

Falls nach Absaugen eines reifen Follikels keine Eizelle extrahiert werden konnte, kann der Arzt den Follikel spülen. Dabei wird der Follikel mit Aspirationsmedium gefüllt und kann erneut entleert werden. Im Normalfall wird der Arzt nach drei erfolglosen Waschzyklen einen anderen Follikel wählen.

Da während der Oozytengewinnung das Aspirationsmedium mit dem Blutkreislauf der Patientin in Kontakt kommt, ist auf verschiedene Zusätze verzichtet worden:

  • Kein Phenolrot     Phenolrot hat eine östrogenartige Wirkung, mit dem Verzicht auf Phenolrot unterbindet man die                                    Auslösung möglicher Kaskaden im körper der Patientin.
  • Kein Gentamicin   Mit dem Verzicht auf Gentamicin können mögliche allergische Reaktionen bei der Patientin                                             vermieden werden.
  • Kein HSA                Da humanes Serumalbumin potentiell infektiös sein kann und das Aspirationsmedium mit dem                                     Blutkreislauf der Patientin in Kontakt kommt, ist durch den Verzicht auf HSA die genannte                                               Nebenwirkung unterbunden.

MIneral öl

Ja. FertiPro empfiehlt, dass Sie Ihre Schalen mit Medium und Mineralöl bei 37°C im CO2 Inkubator inkubieren, sodass sich das Öl erwärmt und mit Gas gesättigt wird. Wenn Sie Flaschen verwenden, achten Sie darauf, die Flasche nicht mit der Kappe zu verschließen, da dies den Gasaustausch verhindert.

Die Haltbarkeit von FertiCult Mineralöl beträgt 18 Monate, wenn nicht geöffnet. Wenn die Flaschen geöffnet werden, hat FertiCult Mineralöl eine Gebrauchsstabilität von 28 Tagen (sofern sterile Bedingungen aufrechterhalten werden).
Die Lagertemperatur des Öls beträgt 15°C-25°C, wie auf den Etiketten angegeben. In der IFU wird angegeben, dass Lagertemperaturen von 2°C-15°C erlaubt sind, aber dies zu einer gewissen Trübung führen kann, welche verschwindet, wenn das Öl wieder erwärmt wird.

Ja, ein ganz geringer Prozentsatz von Silica-Partikeln, die in Sil-Select Plus enthalten sind, setzen sich nach einigen Tagen oder Wochen als Niederschlag ab. Dieser Anteil an Silica-Partikeln ist jedoch so gering, dass dadurch die Qualität des Produktes in keiner Weise beeinträchtigt wird. Durch Schwenken oder Schütteln der Flasche kann der Niederschlag wieder in Lösung gebracht werden.


Der Niederschlag sollte nicht mit Kontaminationen verwechselt werden. Bei Kontaminationen bilden die Silica-Partikel kleine Klumpen, welche selbst durch Schütteln der Flasche nicht in Lösung gehen. Vermeiden Sie das Öffnen der Flaschen und stellen Sie sicher, dass Sie immer unter einer Laminarflow-Box arbeiten, wenn Sie Medium aus den Flaschen entnehmen. Benutzen Sie dazu immer frische und sterile Nadeln.

Ein hoher Anteil von nicht-motilen Spermatozoen kann Zeichen einer zu hohen Zentrifugationsgeschwindigkeit sein. Die Berechnungsanleitung finden Sie im Beipackzettel oder hier. Hinweis: Der Radius muss vom Zentrum des Rotors zur größten Entfernung des Zentrifugenröhrchens gemessen werden. Im Falle eines Ausschwing-Rotors messen Sie bitte den ausschwingenden Becher in seiner horizontalen Ebene.

Basierend auf den Ergebnissen von aktuellen Evaluations- und Validierungsstudien hat FertiPro herausgefunden, dass die Leistung der aktuellen Sil-Select Plus™ Zusammensetzung durch Zugabe einer geringen Konzentration von HSA verbessert werden kann. Der Hauptvorteil ist eine verringerte unbeabsichtigte Adhäsion von Spermatozoen am Laborglas.

Bei einem oder mehreren abnormen Ejakulatparametern ist es sinnvoll eine Dichtegradientenzentrifugation durchzuführen. Außerdem wird es bei bei Oligo-, Terato- und Asthenozoospermien empfohlen. Eine Dichtengradientenzentrifugation erhöht auf jeden Fall den Anteil motiler Spermien. Ein ausführliches Schulungsvideo können Sie sich hier ansehen.

Zum einen natürlich die Konzentration der Silicapartikel. Zum anderen ist bei der Verwendung der Kombination 45% und 90% die Ausbeute an Spermien an sich geringer, die Selektion auf intakte Spermien allerdings besser im Vergleich zur Kombination 40%/80%.

Das Pellet enthält die gut motilen Spermien. Darüber (auf der Layer-Trennschicht) befinden sich nach der Zentrifugation Rundzellen, Bruchstücke und andere Zellbestandteile. FertiPro empfiehlt, wenn Sie kein Pellet haben, die Dauer der Zentrifugation bei 400g auf 15 - 18min zu erhöhen bzw. den 80%igen Lower Layer zu verwenden.

Für diesen Zweck bieten wir Ihnen die Sil-Select Stock™ an - den 100%igen Gradienten. Zum Verdünnen benutzen Sie am besten FertiCult™ Flushing Medium. Alternativ kann auch eine beliebige HEPES-gepufferte Earle's Salzlösung genutzt werden.

FertiCult Flushing Medium

Ja, weil die strenge Qualitätsprüfung aller FertiCult Medien die sichere Anwendung an menschlichem Gewebe erlaubt. FertiCult Flushing Medium enthält kein Heparin, falls gewünscht, können Sie jedoch Heparin selbst hinzufügen. Die Medien sind verfügbar mit und ohne Phenolrot und Gentamicin und auch ohne Humanserumalbumin (HSA).

Ja, FertiCult Flushing Medium ist zur Verwendung bei der ICSI geeignet. Halten Sie dabei die Temperatur des Mediums während der Prozedur immer möglichst genau auf Körpertemperatur.

Vitrifikation

Vitrifikation ist eine Methode der Kryokonservierung, bei der es zur "Verglasung" des Zellinhaltes bei extrem niedrigen Temperaturen kommt. Eine Eiskristallbildung wird hierbei vermieden.


Wohingegen beim langsamen Temperaturabfall bei der normalen Kryokonservierung (z.B. mit Propandiol) die Zellen während des Abkühlens dehydriert werden, geschieht dieser wichtige Schritt des Entwässerns bei der Vitrifikation hauptsächlich vor dem Temperaturabfall.

Die Vitrifikation gewinnt bei der Kryopräservation von Embryonen seit den letzten Jahren an Bedeutung, und zahlreiche Geburten nach Vitrifikation humaner Blastozysten sind bekannt.

Genaue Methodenbeschreibungen können Sie den Packungsbeilagen der VitriFreeze/Thaw ES und VitriFreeze/Thaw Produkte entnehmen.

KULTIVIERUNGSMEDIEN

Ja, klinische Daten von Anwendern haben zu einer vereinfachten Gebrauchsanweisung geführt:

  • GAIN-Medium One-Step-Medium: Entwickelt für eine kontinuierliche Embryokultur vom Tag 1 bis zum expandierten Blasozystenstadium.
  • Es kann auch für die Spermienpreparation, für die Inkubation von Oozyten und zur Fertilisation verwendet werden.

Daher: Verzicht auf einen zusätzlichen Mediumwechsel! Ideal für Labore mit Timelapse-Inkubatoren!

SPERMIENDIAGNOSTIK

Anti-Spermien-Antikörper (ASA) entstehen, wenn die Blut-Hoden-Schranke durch Obstruktion, Infektion oder Trauma gestört ist. Immunglobuline der IgG-Klasse sind üblicherweise sowohl im Serum als auch im Samen vorhanden. Die IgG-Antikörper heften sich an die Spermien an. ASA der IgA-Klasse werden von den akzessorischen Geschlechtsdrüsen ausgeschieden und kommen nur im Sperma vor. Die ASA der IgG-Klasse können im Samenplasma nachgewiesen werden, freies IgA ist jedoch im Samenplasma nicht vorhanden. Anti-Spermien-Antikörper der IgA-Klasse kommen fast nie ohne IgG-Antikörper vor, daher bietet sich zunächst der IgG Test an. Binden hier mehr als 40% der motilen Spermien an Latexpartikel, wird zusätzlich der Test auf IgA empfohlen. Ist auch hier der Befund postitiv, ist die Wahrscheinlichkeit einer natürlichen Befruchtung äußerst gering.

Ja. Sie mischen die Testsubstanzen des Kits miteinander und können somit überprüfen, ob die Latexpartikel sich miteinander verbinden. Die Latexteilchen, die aneinander binden, dienen als interne Kontrolle. Wenn dies geschieht, sind die Einzelkomponenten des Kits intakt.

Dies ist nicht zu empfehlen. Zum einen enthalten viele Waschmedien HSA, das eine Art Schutzschild um die Spermien und damit die Antikörper legt. Zum anderen werden beim Waschen viele Antikörper, die sich im Seminalplasma befinden, entfernt. In beiden Fällen erhalten Sie falsch-negative Ergebnisse.

Der Test beruht darauf, dass bei immunologischer Infertilität Spermien-Antikörper der Klassen IgA und/oder IgG vorliegen. Diese werden nachgewiesen, wenn Spermien an die im Test enthaltenen Latexpartikel binden. Die Interpretation erfolgt optisch und ist wegen der einheitlichen Größe der Latexpartikel sehr einfach. Zum besseren Verständnis können Sie sich hier dieses Anwender- und Interpretationsvideo von Fertipro anschauen.

Der weiterentwickelte LeucoScreen Plus™ Test enthält kein karzinogenes Substrat (Benzidin) mehr. Desweiteren enthält LeucoScreen Plus™ genügend Volumen, um das 20-fache der Arbeitslösung herzustellen. Die Arbeitslösung von LeucoScreen Plus™ bleibt 2 Tage stabil (im Gegensatz zu dem Vorgängertest, welcher nur 24h stabil blieb), damit genügen die Komponenten für insgesamt 40 Tage Analyse. Die ausführliche Gebrauchsanweisung können Sie hier in diesem Schulungsvideo ansehen.

Sperma sollte in der Regel nicht mehr als 1 Million peroxidase-positive Zellen pro Milliliter enthalten. Wenn der Schwellenwert überschritten wird, kann der Arzt entscheiden, mikrobiologische Tests durchzuführen und nach akzessorischen Drüsenmarkern zu suchen.

Das hilft bei der klinischen Beurteilung: Zahlreiche unbewegliche Lebendspermien können auf strukturelle Defekte des Flagellums hinweisen, während ein hoher Prozentsatz immotiler, nichtvitaler Spermien ein Hinweis auf eine Pathologie der Nebenhoden sein kann.

Nein. Um lebende und tote Zellen für eine ICSI-Prozedur zu differenzieren, können Sie einen HOS-Test verwenden (hypoosmotischer Schwelltest).

Der hypoosmotische Schwelltest ist ein Spermienvitalitätstest, der auf dem Prinzip basiert, dass lebende Spermien aufgrund der Absorption einer hypoosmotischen Lösung anschwellen. Im Besonderen schwellen die Spermatozoen-Schwänze vitaler Spermien an. Somit gewinnt man zusätzliche Informationen über die Beschaffenheit der Zellmembran der Spermienschwänze.

Mikrotiterplatten brauchen Sie nicht, wenn man ein normales Photometer hat und Mikroküvetten nimmt. Das zu messende Endvolumen beträgt 200µl, dafür gibt es geeigente Mikroküvetten. (wenn alle Reagenzien zusammengegeben wurden, beträgt das Endvolumen 1,15ml. Falls Sie nur Standardküvetten vorrätig haben, könnten Sie sogar eine Doppelbestimmung mit jeweils 500µl durchführen.

Rufen Sie jetzt an 030 - 214 737 38